SCHUTZPROJEKT AMPHIBIEN OFFENSEE
 

     

Interessierte Mithelfer melden sich bitte bei:

Christa Tatar
Tel: 0676 78 72 459
christa.tatar@aon.at

oder beim Tierschutzverein Ebensee:

Katharina Feichtinger
Tel: 0676 9111550

 

Nachdem in der Vergangenheit jährlich im Frühjahr Hunderte von Kröten und Fröschen während ihrer Laichwanderung auf der Landesstraße zum Offensee (vor allem von der Weggabelung nahe des Sees bis zum hinteren Parkplatz) überfahren werden, wurde im Jahr 2017 eine Initiative zur Rettung der Amphibien ins Leben gerufen.

Unter der Leitung von Manfred Reininger (Naturwacheorgan), Christa Tatár (Bürgerliste für Ebensee) und dem Tierschutzverein Ebensee wurden Amphibienzäune errichtet und mehrere Hinweisschilder aufgestellt. Unterstützung kam dabei von Hr. Schilcher von der Straßenmeisterei Bad Ischl, Hr. Egon Lind von den Bundesforsten und Hr. Bramberger (Naturschutzbeauftragter der BH Gmunden).

Bei den betroffenen Arten handelt es sich vor allem um Erdkröten, Grasfrösche, Gelbbauchunken und Bergmolche. Für die gefahrlose Straßenüberquerung der Tiere während der maßgeblichen Wochen sind neben den bereits genannten Personen auch freiwillige Helfer zuständig. Jeder, der Interesse hat, am Projekt mitzuarbeiten, ist herzlich willkommen.

Es ist erfreulich, dass dieses Schutzprojekt durch großes Engagement aller Beteiligten in kurzer Zeit realisiert werden konnte. Es wird an die Bevölkerung appelliert, in den wenigen Wochen der Amphibienwanderung Krötenwanderung (nach der Schneeschmelze, wenn die Temperaturen steigen),  in der Nähe von Gewässern, besonders im Bereich des Offensees, rücksichtsvoll zu fahren.

     

 

 

PROJEKT 2018
Kröten-Taxi am Offensee in der 2. Runde!

Zum 2. Mal wurde heuer der Amphibienzaun an der Offensee-Landesstraße aufgestellt und von Ehrenamtlichen betreut. Hunderte Kröten und Frösche wurden über einen Zeitraum von 4 Wochen sicher über die Straße gebracht.

Die Gruppe, die sich im Vorjahr rund um den Ebenseer Tierschutzverein gebildet hatte und von DI. Christa Tatár koordiniert wird, ist wieder um ein paar Mitglieder gewachsen und so konnte die Betreuung des Zauns heuer gut aufgeteilt werden.

Morgens und abends werden die Kübel, die entlang des Zauns eingegraben sind, und in welche die Kröten und Frösche (manchmal auch Molche, Ringelnattern, Mäuse oder Eidechsen) fallen, über die Straße getragen und die Tiere auf der jeweils anderen Straßenseite in die Freiheit entlassen.

Da dies auch mittels Listen (Zahl und Art der Tiere) dokumentiert wird, werden alle, die sich (in Zukunft) gerne beteiligen möchten, ersucht, sich beim Tierschutzverein zu melden. Auch damit die eingeteilten HelferInnen nicht umsonst zum Zaun fahren, wenn kurz vorher bereits jemand die Kübel geleert hat!

 Ein herzliches Dankeschön an Naturwacheorgan Manfred Reininger, der sich wieder gekümmert hat, dass der Zaun aufgestellt wird, den Freiwilligen, die im Einsatz waren, dem Naturschutzbeauftragten der BH Gmunden, DI. Hubert Bramberger, sowie Alfred Schilcher von der Straßenmeisterei und seinem Team. Auch die Österr. Bundesforste, insbes. Förster Egon Lind, sind ein wichtiger Kooperationspartner, ohne deren Beteiligung diese Initiative nicht möglich wäre.

Unerwarteterweise brauchten wir heuer auch Unterstützung durch die Polizei. Der „Brauch“ des Fröschelns ist in Ebensee offensichtlich noch nicht abgekommen und es gibt immer noch einige Unbelehrbare, die Frösche und/ oder Kröten fangen, um deren Schenkel zu essen. Diese Art der Nahrungsbeschaffung, welche (ursprünglich in Notzeiten) bis in die 1950er Jahre im Salzkammergut weit verbreitet war, wurde lange als „Brauchtumspflege“ mehr oder weniger toleriert. Im Jahr 2018 ist sie inakzeptabel und schlichtweg illegal. Sämtliche in OÖ. vorkommende Amphibien stehen unter Naturschutz und wer sie fängt, macht sich strafbar.

Die Mitarbeiter des Polizeipostens Ebensee stehen der Initiative des Tierschutzvereins sehr positiv gegenüber. Es ist zu hoffen, dass die von der BH erstattete Anzeige, sowie die Präsenz der Polizei beim Amphibienzaun, irgendwann auch die letzten Fröschler in Ebensee davon überzeugen wird, wie wichtig es ist, die noch verbliebenen Amphibien-Populationen zu erhalten.