VOGELGRIPPE
H5N8

November 2016

 

(Foto und Infos: AGES)

 

Die Vogelgrippe (auch: Aviäre Influenza oder Geflügelpest) wurde bereits im 19. Jahrhundert (1898) in Italien beobachtet. Seither kam es immer wieder zu mehr oder weniger spektakulären Ausbrüchen. Insbesondere in den Jahren 2014 und 2015 kam es zum Auftreten in Deutschland, den Niederlanden und England. 2016 wurden auch Fälle in Ungarn, Polen und Deutschland beobachtet.

Aktuell:
Anfang November 2016 wurden im Gebiet des Bodensees tote Tiere bei Wassergeflügel gefunden. Am 9.11.2016 kam es erstmals zum Auftreten der Krankheit bei Geflügelbetrieben in Vorarlberg, die Freilandhaltung betreiben.

Bisher ist kein Fall bekannt, bei dem das Virus auf Menschen übertragen wurde.

 

Tierarten:
Hühner, Puten und Wildvögel (Reiherenten, Tafelenten...)
Enten, Gänse und Tauben erkranken selten oder zeigen keine Symptome (aber Erregerverbreitung!)

Erreger:
sehr ansteckend, Verbreitung über Kot, Speichel und Tränenflüssigkeit, auch indirekt über die Luft

Symptome:
Hohe Sterblichkeitsrate, schwere Erkrankung des Atmungstraktes, Matrigkeit, Fieber, Durchfall, Ödeme im Kopfbereich, Blutungen an den Innenorganen, deutlicher Rückgang der Legeleistung

Maßnahmen bei Krankheitsfällen bei Vögeln:
Der Amtstierarzt überprüft das Krankheitsgeschehen, Proben werden eingesendet, um den Verdacht zu bestätigen. Nach einem vorgegebenen Plan werden Schutzzonen,  Transportbeschränkungen und weitere Maßnahmen festgelegt.

"Vogelgrippe" beim Menschen:

Die Ansteckung erfolgt über engen Kontakt mit infiziertem Geflügel.
Durch den Konsum von Fleisch oder anderen tierischen Produkten besteht keine Ansteckungsgefahr. Auch müssen die Mengen an aufgenommenen Virus sehr groß sein, um eine Krankheit hervorzurufen (daher: enger Kontakt mit betroffenem Geflügel).
Die Symptome beim Menschen ähneln denen einer schweren Grippe (Fieber, Halsschmerzen, Husten, Atemnot, Lungenentzündung), selten auch Erscheinungen von Seiten des Magen-Darmtrakts (Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen).

Vorbeugende Maßnahmen:
Kontakt zu infizierten Vögeln meiden. Kadaver toter Vögel nicht mit bloßen Händen angreifen. Amtstierarzt verständigen.
 
Weitere Infos:
https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/krankheiten/ai.html